Die Zeichen der Zeit erkennen – die Zukunft im Auge behalten
1917
Auf Initiative von Alfred Schindler, dem damaligen Hauptaktionär der Firma Schindler, wird die Gelenkkettenfabrik AG, Luzern, gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich als exklusiver Zulieferer für Schindler vorerst auf die Herstellung von Gallketten, Flyerketten und Kettenrädern.
1920
Das Geschäftsfeld wird um den Ein- und Verkauf von Handelsketten erweitert.
1935
Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise diversifiziert die Gelenkkettenfabrik und gleicht das rückläufige Kettengeschäft durch die Fabrikation von Stahlwolle aus. Hauptabnehmer der unter den Markennamen „Schwalbe“ (Stahlspäne) und „Ido“ (Edelstahlwolle) bekannten Produkte sind die Warenhauskonzerne Nordmann und Jelmoli.
1940
Die Stahlwollenfabrikation wird eingestellt. Die Gelenkkettenfabrik wird von der Pars Finanz AG, Hergiswil, der Vorgängerin der Schindler Holding AG, übernommen. Das Unternehmen wird in Gelenkketten AG (GAG) umbenannt.
1956
Die Produktion wird an den Schindler Hauptsitz in Ebikon verlegt. Die GAG wird in die Abteilung Kettenbau von Schindler integriert.
1970
Aus Platzgründen zieht die GAG in die Hallen der Maschinenfabrik Cham AG um. Das Unternehmen spezialisiert sich auf die Fabrikation von Transportketten und Kettenrädern in Sonderausführungen – führt aber gleichzeitig ein breites Sortiment an Normketten. Der Kundenkreis ist vielfältig: Unternehmen aus der Textil- und Druckindustrie, dem Maschinenbau und der Transportindustrie (Aufzugs- und Rolltreppenbau) zählen genauso auf die hohe Fertigungsqualität der GAG wie Kläranlagen.
1987
Das neue Industriegebäude in Rotkreuz vereint Fabrikation und Administration unter einem Dach und bietet Raum, innovative Entwicklungsvorhaben zu realisieren. Insbesondere für die graphische Industrie entstehen – in engem Gedankenaustausch mit den Kunden – neue Produkte und Konzepte für komplexe Transportsysteme.
1989
Die GAG wird in den Grapha Konzern integriert und nutzt die entstandenen Synergien bei der Entwicklung von Lösungen für unkonventionelle Aufgabenstellungen.
2005
Nach langjähriger und erfolgreicher Zusammenarbeit wird die GAG aus strategischen Gründen aus dem Grapha Konzern ausgegliedert, bleibt aber eng mit diesem verbunden. Die Einführung eines integrierten ERP-Systems vereinfacht die Ressourcenplanung und optimiert die Produktionszeiten.
2006
Nach umfangreichen Investitionen in die Fabrikation können in der GAG Kettenteile rund um die Uhr gefertigt werden. Das Management und das Fabrikations-Team werden verstärkt. Die Grundlagen für zukunftsweisende Just-in-time Produktion sind geschaffen.
2007
Die Produktion im Bereich Drehen und Stanzen und die Montage werden weiter ausgebaut. Halbautomatisierte Nietarbeitsplätze ermöglichen eine Kapazitätssteigerung und eine Erweiterung der Fertigungstiefe.